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Feststress und Stressfest

Bürgermeister Strauch spendet viel Lob an die Glandorfer Bürger

Glandorf. Amüsante Wortspiele, die einen spannungsgeladenen Bogen von der Weltpolitik über das Burn-out-Syndrom bis hin zu den ereignisreichen Begebenheiten in Glandorf spannten: Beim traditionellen Handgiftentag im Festsaal Herbermann zeigte Bürgermeister Franz-Josef Strauch am Donnerstag in einer sehr pointierten Ansprache seine rhetorischen Qualitäten.
„Glandorf 2011 – Feststress und Stressfest“: Diese Merkmale bildeten den roten Faden des gut halbstündigen Rück- und Ausblicks, ehe sich die Gäste bei Rindfleisch, Hähnchensteaks und Schnitzel den lukullischen Genüssen zuwandten.

Doch zunächst galt die Aufmerksamkeit dem Bürgermeister, der zum Handgiftentag eine Vielzahl von Bürgern eingeladen hatte. Dieses Mal mussten es ganz viele sein, weil es ganz viele Gründe dafür gab: „Die Glandorfer hatten Stress in 2011, weil sie unglaublich viel getan haben für Glandorf, für die Gemeinschaft, für uns“, betonte Strauch. Das sei positiver Stress gewesen, der allen zugutegekommen sei.

Strauch lobte den fairen Umgang im Wahlkampf als besten politischen Stil, und im neuen Rat seien ohne Ausnahme „bodenständige, zuverlässige, vernünftige Leute“ vertreten. Erfreulich sei auch, dass mit dem Überraschungsneuling Sebastian Gottlöber von der UWG und mit dem „guten“ Martin Bäumer gleich zwei Kreistagsabgeordnete aus Glandorf die Kreispolitik mitbestimmen könnten.

Beifall gab es für Strauch, als er die gescheiterte Suche einiger Rechtsradikaler nach einem Versammlungsraum in Averfehrden Revue passieren ließ. Diese braunen Stiefelknechte brauche Glandorf nun wirklich nicht. Da könne man nur sagen: „Auch Glatzköpfe können eine Pechsträhne haben.“

Herzliche Dankesworte richtete er mit Blick auf den Besuch der 50 Amerikaner aus der Partnergemeinde Glandorf/Ohio an die Organisatoren und Gastfamilien. Sie hätten über fünf Tage ein unglaubliches Programm zusammengestellt, das mit Tränen zum Abschied geendet habe.

Als ein „gewaltiges Pfund für Glandorf“, das Aufträge bringe, Arbeitsplätze sichere und ein Imagegewinn für die Gemeinde sei, bezeichnete Strauch die gewaltige Baumaßnahme der Firma B. Braun Avitum, die am Standort Glandorf rund 50 Millionen Euro investieren will. Es sei dies ein herausragendes Thema für die Gemeinde, nicht zuletzt weil vorerst 430 Arbeitsplätze gesichert seien.

Wohlmeinende Worte fand der Redner auch für die Neugestaltung des Parkrings, wodurch der Stress für die Fahrgäste nun der Vergangenheit angehört. Eine neue Ordnung, mehr Sicherheit und eine sehr geringe Belastung für den Haushaltssäckel – kein Stress mehr für die Gemeinde.

Positiv stellte Strauch auch die Fortschritte im Baugebiet Schwege heraus: Die Grundstücke gingen weg wie warme Semmeln, sodass die Schweger Skyline ständig wachse. Insbesondere aber lobte der Bürgermeister das Engagement seiner Bürger. Ob Einzelpersonen oder Vereine: Das Wirken sei vorbildlich und könne gar nicht genug gewürdigt werden. Die mehr als 150 Besucher unterbrachen die Rede immer wieder mit Szenenapplaus.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 07.01.2012

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