Sie sind hier: Aktuelles
Zurück zu: Startseite
Weiter zu:
Ärztlicher Notdienst
Glandorfer Mitteilungen
Wetter in Glandorf
Termine 2012
Allgemein:
Info-Material
Impressum
Sitemap
cwo Glandorf. Der Iseki Mega-Van, mit dem Klärwärter Ludwig Vogelpohl täglich seine Arbeit erledigt, ist das erste reine Elektrofahrzeug, das eine Gemeinde im Landkreis angeschafft hat. Glandorf hat an dem kleinen Flitzer viel Freude.
45 km/h Spitze, eine Reichweite von etwa 65 Kilometern – diese Daten überzeugen für einen Privat-Pkw nicht, aber das müssen sie in diesem Fall auch nicht. Klärwärter Vogelpohl ist jeden Tag unterwegs, fast nur innerhalb der Gemeinde und musste alle Fahrten bisher mit seinem eigenen Fahrzeug absolvieren.
„Das war keine schöne Situation“, sagt Bürgermeister Franz-Josef Strauch. „Nun haben wir ein Fahrzeug, das den Anforderungen entspricht, und zugleich ist das ein guter Testlauf.“
Das heißt: Sollte sich der kleine Van bewähren, könnten in Zukunft weitere Elektroautos für die Gemeinde durch Glandorf fahren. Konkrete Pläne gibt es dazu allerdings noch nicht.
„Ein Trecker wäre toll, aber diese Kraft haben die Elektromobile leider noch nicht“, sagt Strauch. Außerdem spare man Aufwand, da die Fahrten mit dem Privat-Pkw nicht abgerechnet werden müssten.
Gekostet hat der weiße Van laut Reinhard Lefken von der Abwassergesellschaft Glandorf (AGG) 16000 Euro, von denen die Teutoburger Energie Netzwerk eG (TEN) 3000 Euro übernommen hat. Das Unternehmen bewirbt nun auf dem Wagen das Produkt PuraStrom, welches nur aus regenerativen Energiequellen gewonnen wird.
Laut Maike Sczuka, Pressereferentin der TEN, soll dies nur ein erster Schritt sein: „Bevor wir Geld für eine Elektro-Zapfsäule ausgeben, die dann niemand nutzen kann, unterstützen wir lieber ein sinnvolles Projekt.“
Doch es gibt erste Wolken am klaren Elektro-Himmel der Gemeinde: Zweimal schon habe es Probleme mit dem Wagen gegeben, gesteht der Bürgermeister. Zunächst bei der Zulassung. „Er ist ja kein Moped, aber beim Formular für einen normalen Wagen streikte erst der Computer. Der Wagen hat ja keinen Hubraum oder CO2-Ausstoß, den der PC aber verlangte. Darauf war man bei der Zulassungsstelle nicht vorbereitet“, so Strauch. Das zweite Problem: Einmal habe Vogelpohl beinahe eine Frau überfahren, die vor ihm auf die Straße gelaufen sei. Der Wagen mache ja keine Motorengeräusche.
Quelle: Neue OZ vom 10.09.2010
Gehe zu: Hilferuf der Nachtzusteller Eröffnung Solarpark Schwege