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Als "Glanathorpe" - Ansiedlung an der Glane - wurde die Gemeinde Glandorf erstmals 1070 n. Chr. urkundlich erwähnt. Um diese Zeit entstand auch die erste Kapelle, die nach dem Volksmund unweit der Straße "Auf der Urlage" gestanden haben soll. Die ältesten Teile der heutigen Pfarrkirche Sankt Johannis stammen aus dem Jahr 1270. Funde aus vorgeschichtlicher Zeit kündigen jedoch von einer weit früheren Besiedlung.
Besonders stolz sind die Glandorfer auf die beinahe komplett erhaltene Kirchhofsburg. In der jüngsten Zeit sind auch mehrere Fachwerkhäuser in unmittelbarer Nähe der Kirche restauriert worden, in denen sich heute unter anderem die örtliche Polizeistation befindet.
Im Jahre 1833 wanderte Prof. Wilhelm Horstmann mit einer Gruppe gleichgesinnter nach Nordamerika aus und gründete den gleichnamigen Ort Glandorf/Ohio, mit dem die Gemeinde seit Jahren eine Partnerschaft pflegt. Nach der Wiedervereinigung ist eine weitere Partnerschaft mit der Gemeinde Lichtenberg, Kreis Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern geschlossen worden.
Die heutige Gemeinde Glandorf mit den Ortsteilen Averfehrden, Schierloh, Schwege, Sudendorf und Westendorf wurde auf Grund des sog. "Osnabrück-Gesetzes" am 1. Juli 1972 mit den Gemeinden Bad Laer und Remsede zur Einheitsgemeinde Bad Laer zusammengeschlossen. Am 1. Mai 1981 erlangte Glandorf dann wieder die Selbständigkeit, die mit der "Unabhängigkeitsfeier" auf dem Thie begangen wurde.
Glandorf hat trotz seiner Gewerbe- und Industriebetriebe seinen ländlich-bäuerlichen Charakter bewahrt. So mancher Fachwerkgiebel strahlt dank des Dorferneuerungsprogramms in neuem Glanz. Glandorf ist mit seiner reizvollen Landschaft und vielen schönen Fachwerkbauten für seine Bewohner eine liebevolle Heimat und für alle Wander- und Heimatfreunde ein lohnendes Ziel.