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Erklärung der Bürgermeisterin zur Corona-Krise

Mittwoch, 04 November 2020 10:00
BGM Dr. M. Heuvelmann
BGM Dr. M. Heuvelmann

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Während ich dieses Grußwort schreibe, ist es Mitte November. Allmählich fühlt man, dass der Winter kommt und es gibt schon erste Eindrücke vorweihnachtlicher Stimmung: In der dunklen Jahreszeit verbreiten Kerzen ein gemütliches Licht, vom Backen wehen andere Düfte durchs Haus … und doch ist alles irgendwie anders. Gewohnte weihnachtliche und Familien-Rituale stehen in Frage. Nach diesem pandemie-geprägten Jahr treiben Sorgen uns um. Wie wird das alles werden? Können Schulen und Kindertagesstätten geöffnet bleiben? Wie hoch sind die privaten finanziellen Einbußen? Können die Familien das stemmen? Kann ein Impfstoff uns helfen?

Angesichts von 275.000 Toten in Europa und 13.000 in Deutschland (18.11.20) ist die Lage ernst – auch in Glandorf. Wir sind immer noch alle gefordert, vorsichtig zu sein, unsere (physischen) Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, unter veränderten Bedingungen zu arbeiten, unser Familienleben zu organisieren, mit der Vereinzelung klarzukommen. Nie war die Sehnsucht nach Normalität größer als jetzt, scheint es mir. Allerdings bin ich auch ein Kind der Nachkriegszeit und ehrlich gesagt, bin ich sehr froh, in Deutschland, mit einem Gesundheitssystem auf sehr hohem Niveau, leben zu dürfen.
Natürlich haben wir auch in diesem Jahr viel für Glandorf bewegt: Das Angebot zur Kinderbetreuung konnte ausgebaut werden, die kleine Turnhalle wird saniert, das Feuerwehrgerätehaus in Schwege wird kommen. Dies sind nur einige Stichworte. Auf mehr gehe ich gerne bei meinem Jahresrückblick im Januar ein.

In den letzten Tagen gehen mir immer Textteile aus dem Weihnachtslied „O selige Nacht“ durch den Kopf: „In himmlischer Pracht erscheint auf der Weide ein Bote der Freude“. „Wie tröstlich er spricht: ‚O fürchtet Euch nicht! Ihr waret verloren …“. Mir tut diese Zuversicht gut und auch der Optimismus, der damit verbunden ist. Und es erinnert mich daran, was wir alles haben und wie viel Positives ich – trotz allem – mit dem Jahr 2020 verbinde. Ich sah viel gegenseitige Fürsorge und Unterstützung, viel herzliche Selbstverständlichkeit und Engagement, viel bodenständige Besonnenheit und Solidarität, kreative Lösungen und pragmatisches Handeln. All dies stand unter dem Motto: „Gemeinsam schaffen wir das!“ In den kommenden Wochen und Monaten brauchen Alte und Gefährdete, aber auch Kinder unsere besondere Aufmerksamkeit. „Das schaffen wir!“, da bin ich mir sicher.
Mein Dank gilt allen, die sich engagiert und eingebracht haben!

Mit Zuversicht und Optimismus wünsche ich Ihnen und Euch ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und einen angenehmen Übergang ins Jahr 2021!
Ihre/Eure Bürgermeisterin

Magdalene Heuvelmann

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