Gemeinde Glandorf · Münsterstr. 11 · 49219 Glandorf · Telefon: (05426) 9499-0
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Osnabrück. Mit den steigenden Temperaturen wächst auch die Belastung für Schwangere, Babys und Kleinkinder. Gerade an heißen Sommertagen ist besondere Aufmerksamkeit gefragt, denn die Kleinsten reagieren deutlich empfindlicher auf Hitze als Erwachsene. Der Landkreis Osnabrück informiert deshalb über einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen, mit denen Familien die heißen Tage gut und sicher überstehen können.
Ziel ist es, gesundheitliche Risiken zu vermeiden und Eltern sowie werdende Eltern mit praktischen Hinweisen zu unterstützen. Denn ein guter Hitzeschutz trägt entscheidend dazu bei, dass Kinder gesund und unbeschwert durch den Sommer kommen.
Babys und Kleinkinder können ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren wie Erwachsene. Dadurch besteht bei hohen Temperaturen ein erhöhtes Risiko, dass sie überhitzen oder zu wenig Flüssigkeit aufnehmen. Auch Schwangere sind an heißen Tagen besonderen körperlichen Belastungen ausgesetzt und sollten deshalb gut auf sich achten. Die Frühen Hilfen empfehlen daher, insbesondere auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Schwangere sollten regelmäßig trinken, während Babys entsprechend ihrem Alter ausreichend gestillt oder mit der Flasche versorgt werden.
Darüber hinaus rät der Landkreis Osnabrück dazu, die Mittagshitze möglichst zu meiden und Aktivitäten mit Kindern in die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. Leichte, helle und luftige Kleidung erleichtert dem Körper die Temperaturregulierung und schützt zusätzlich vor einer Überhitzung. Ebenso wichtig ist ein konsequenter Sonnenschutz, damit empfindliche Haut nicht unnötig belastet wird. Wohnräume lassen sich durch nächtliches Lüften sowie tagsüber geschlossene Rollläden oder Vorhänge möglichst kühl halten. Eine besondere Warnung gilt außerdem für Fahrzeuge: Babys und Kleinkinder dürfen niemals – auch nicht für wenige Minuten – allein im Auto zurückgelassen werden, da sich der Innenraum innerhalb kürzester Zeit lebensgefährlich aufheizen kann.
Eltern sollten außerdem aufmerksam auf mögliche Warnzeichen achten. Ungewöhnliche Müdigkeit, Teilnahmslosigkeit oder Anzeichen eines Flüssigkeitsmangels können Hinweise darauf sein, dass ein Kind unter der Hitze leidet. In solchen Fällen oder bei Unsicherheiten sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Die Frühen Hilfen des Landkreises Osnabrück/Fachdienst Jugend begleiten Familien von Beginn der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensjahr des Kindes mit Informationen, Beratung und praktischen Angeboten. Ihr Ziel ist es, Familien frühzeitig zu unterstützen und Kindern einen gesunden Start ins Leben zu ermöglichen – auch während besonders heißer Sommertage.
Weitere Informationen sowie hilfreiche Links rund um den Hitzeschutz für Familien finden Eltern und werdende Eltern auf der Internetseite der Frühen Hilfen des Landkreises Osnabrück unter www.landkreis-osnabrueck.de/fachthemen/kinder-jugend-und-familie/fruehe-hilfen.
Kostenloser Service für Privathaushalte aus dem Landkreis
Ab dem 01. Juli können Privathaushalte aus dem Osnabrücker Land auf den AWIGO-Recyclinghöfen in Ankum, Melle, Ostercappeln und Wallenhorst wieder Fallobst abgeben. Zudem hat die AWIGO zusätzlich, wie im vergangenen Jahr, eine Mulde für Fallobst auf dem Grünplatz in Bad Iburg platziert, sodass hier die Annahme ebenfalls möglich ist. Das Angebot ist kostenlos, steht an jedem Öffnungstag zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung und gilt noch bis zum 30. November.
An den fünf Standorten stehen extra Deckelmulden bereit, über die sich das Fallobst möglichst einfach und hygienisch entsorgen lässt. Wichtig ist: Das Obst muss frei von Stoffen wie Plastik, Laub, Steinen oder Boden sein. Denn dann kann das Kompostwerk in Bohmte-Hunteburg das Fallobst wie gewöhnlichen Bioabfall zu hochwertigem Kompost und regenerativem Biogas verarbeiten.
Alternativen: Mosterei, Kompost oder Biotonne
Manchmal ist Fallobst viel zu schade für die Entsorgung und lässt sich langfristig in einer Mosterei noch in leckere Säfte verwandeln. „Eine genussvolle und gleichzeitig sinnvolle Abfallvermeidung“, empfiehlt die AWIGO.
Weiterhin können kleinere Mengen Fallobst auch über die hauseigene Biotonne oder den eigenen Kompost im Garten entsorgt werden. Damit das Obst nicht fault, sondern verrottet, darf die Menge im Komposthaufen aber nicht zu groß sein.
Keine Fallobst-Annahme auf Grünplätzen
Bitte beachten: Über den Grünabfall kann Fallobst hingegen nicht entsorgt werden, da die Kompostierung hier anders abläuft als im Kompostwerk für Bioabfälle. Daher nehmen die AWIGO-Grünplätze (Ausnahme Bad Iburg) nach wie vor kein Fallobst an. Die AWIGO bittet um Verständnis.
Rückfragen beantwortet das AWIGO-Service-Center gerne per E-Mail (info@awigo.de) oder unter der Telefonnummer (0 54 01) 36 55 55.
Bildunterschrift: Von Juli bis November kann auf den AWIGO-Recyclinghöfen in Ankum, Melle, Ostercappeln und Wallenhorst wieder Fallobst abgeben werden.
• Zielquote genau erreicht – 75 Prozent der Haushalte entscheiden sich für Glasfaser• Der Bau soll nach aktueller Planung bereits Ende Juli beginnen und nach rund zwei Monaten weitestgehend abgeschlossen sein• Bis zum 15. Juli 2026 können sich Interessierte noch einen kostenlosen Hausanschluss sichern
19.06.2026, Kiel/Glandorf. Es ist geschafft: In Glandorf-Schwege wurde die für den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau notwendige Abschlussquote von 75 Prozent erreicht. Damit steht fest, dass der Ausbau der zukunftssicheren Glasfaserinfrastruktur durch die GVG Glasfaser mit ihrer Marke teranet umgesetzt werden kann. Der Baustart ist aktuell für Ende Juli geplant.In den vergangenen Monaten haben sich ausreichend Haushalte und Unternehmen für einen Glasfaseranschluss entschieden und damit gemeinsam den Grundstein für die digitale Zukunft gelegt. „Dass wir die notwendige Quote am Ende erreichen konnten, ist eine echte Punktlandung und ein starkes Signal aus der Gemeinde“, sagt Mario Aquino, Leiter Nationale Projektentwicklung bei der GVG Glasfaser. „Die Bürgerinnen und Bürger sowie die Gewerbetreibenden in Schwege haben gezeigt, wie groß der Bedarf an einer modernen, zukunftssicheren Infrastruktur ist und dass gemeinsames Engagement vor Ort den Unterschied macht.“Um den Ausbau in der ländlich geprägten Region wirtschaftlich realisieren zu können, wurde das Projekt in Glandorf-Schwege von Beginn an als gemeinsames Pilotprojekt mit der Gemeinde umgesetzt. Dabei hat die Kommune eine aktive Rolle in der Vermarktung übernommen, vor Ort informiert, beraten und Verträge entgegengenommen. Dieses Engagement hat entscheidend dazu beigetragen, dass ausreichend Haushalte erreicht werden konnten. Die hohe Vertragsabschlussquote von 75 Prozent ist notwendig, da der Ausbau eigenwirtschaftlich – also ohne staatliche Fördermittel – erfolgt und sich nur dann realisieren lässt, wenn sich genügend Haushalte oder Unternehmen für den Anschluss an das neue Glasfasernetz entscheiden.„Der Glasfaserausbau in Schwege kann jetzt starten, der eigenwirtschaftliche Ausbau durch die GVG Glasfaser ist möglich geworden durch das besondere Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Einen herzlichen Dank an alle, die sich so engagiert in das Projekt eingebracht haben“, sagt Glandorfs Bürgermeister Torsten Dimek.Mit dem erfolgreichen Abschluss der Vermarktung beginnen nun die nächsten Schritte: In den kommenden Wochen werden die Feinplanung sowie die Bauvorbereitung vorangetrieben, bevor der Ausbau in Schwege voraussichtlich Ende Juli beginnen kann. Insgesamt wird das Glasfasernetz der GVG-Gruppe in Schwege an knapp 300 Adressen verfügbar sein.Auch für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen, die sich bisher noch nicht für einen Glasfaseranschluss entschieden haben, besteht weiterhin die Möglichkeit, dies nachzuholen und so Kosten zu sparen. Kundinnen und Kunden, die einen Vertrag mit einem Produkt vonteranet abschließen, erhalten den Hausanschluss bis zum 15. Juli 2026 weiterhin kostenlos. Danach fällt eine Planungspauschale in Höhe von 399 Euro an. Auch nach Abschluss der gesamten Bauarbeiten kann nachträglich ein Hausanschluss realisiert werden. Die anfallenden Kosten liegen in der Regel dann allerdings deutlich höher als in der Planungs- und Bauphase. Für alle offenen Fragen steht ein Kontaktformular unter teranet.de zur Verfügung. Dort kann auch direkt online ein passender Vertrag abgeschlossen werden.
Über die Unternehmensgruppe GVG GlasfaserDie GVG Glasfaser GmbH plant, baut und betreibt Glasfasernetze und versorgt Privathaushalte sowie Geschäftskunden mit reinen Glasfaseranschlüssen (FTTH). Anspruch des 2014 in Kiel gegründeten Unternehmens ist es, Kommunen im gesamten Bundesgebiet an die beste digitale Infrastruktur – reine Glasfaser – anzuschließen. Der Fokus liegt insbesondere auf der Verbesserung der Breitbandversorgung ländlicher Regionen. Die GVG Glasfaser agiert dabei einerseits als Partner von Kommunen und Zweckverbänden, andererseits auch sehr erfolgreich als FTTH-Spezialist im eigenwirtschaftlichen Ausbau. Mit ihrer regionalen Marke nordischnet und ihrer bundesweiten Marke teranet versorgt die GVG Privat- und Geschäftskundinnen und -kunden zuverlässig mit hochleistungsfähigem Internet, Telefonie sowie Fernsehen mit Bandbreiten von aktuell bis zu 1 GBit/s symmetrisch. Mittlerweile ist die GVG in über 260 Kommunen aktiv und bietet mehr als 180.000 Haushalten und Unternehmen einen ultraschnellen Glasfaseranschluss. Damit ist sie einer der führenden deutschen Telekommunikationsanbieter in puncto echte Glasfaseranschlüsse.
Pressekontakt GVG GlasfaserAnn-Kristin Küllmer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel. 0431 580 99 2 84 Mail: presse@gvg-glasfaser.de
Sie haben eine Frage zu Leistungen der Pflegeversicherung und wie man einen Pflegegrad beantragt? Oder wollen sich einfach mal zum Thema Pflege informieren? Dann sind Sie bei uns in der Sprechstunde genau richtig.
· Montag, 14. September 2026 von 10 bis 16 Uhr, Haus Wibbelsmann, An der Kirche 1, 49219 Glandorf.
· Montag, 07. Dezember 2026 von 10 bis 16 Uhr, Haus Wibbelsmann, An der Kirche 1, 49219 Glandorf.
Bitte melden Sie sich vorher telefonisch: 0541 / 501 3107 oder per E-Mail: SPN@Lkos.de im Senioren- und Pflegestützpunkt Landkreis Osnabrück an. Mehr Infos unter: www.pflege-os.de
Die angestrebte Zielquote von 75 % an teranet-Glasfaserverträgen wurde erreicht!
Für dieses starke Ergebnis möchten wir uns herzlich bei allen teilnehmenden Bürgerinnen und Bürgern bedanken. Ihr Engagement und Ihre Unterstützung haben diesen wichtigen Meilenstein erst möglich gemacht.
So geht es nun weiter:
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Vorvermarktung und dem Erreichen der Zielquote startet nun der nächste Schritt im Gesamtprozess.
In dieser Phase werden sämtliche projektrelevanten Faktoren nochmals umfassend geprüft und bewertet. Dazu zählen unter anderem die konkrete Ausbauplanung, technische Rahmen-bedingungen, Kostenstrukturen sowie die finale Projektkalkulation. Diese Analyse bildet die entscheidende Grundlage für die anschließende Umsetzung der Baumaßnahmen und den tatsächlichen Start des Glasfaserausbaus in Glandorf.
Bitte haben Sie Verständnis, dass dieser Prozess etwas Zeit in Anspruch nimmt – er ist jedoch ein wesentlicher Bestandteil, um den Ausbau nachhaltig, effizient und erfolgreich realisieren zu können.
Selbstverständlich halten wir Sie weiterhin regelmäßig über die nächsten Schritte und aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.
Vielen Dank für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung auf dem Weg zu einem zukunftssicheren Glasfasernetz!
Ihr Team von teranetEine Marke der GVG Glasfaser
Osnabrück. Wie steht es um unser Mobilfunknetz tatsächlich – im Alltag, unterwegs auf dem Weg zur Arbeit oder draußen in der Natur des Osnabrücker Landes? Genau diese Frage steht im Mittelpunkt der zweiten bundesweiten Mobilfunk-Messwoche, die vom 24. Juni bis zum 1. Juli 2026 stattfindet. Unter dem Motto „Check dein Netz“ sind alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Osnabrück erneut eingeladen, selbst aktiv zu werden und die Signalstärke vor ihrer eigenen Haustür zu überprüfen.
Dabei gilt: Jede Teilnahme hilft. Je mehr Menschen sich beteiligen, desto genauer wird das Bild der tatsächlichen Mobilfunkversorgung in Deutschland und der Region. Die gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und Kommunen soll die Netzqualität gezielt aus der Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer sichtbar machen. Es geht darum aufzuzeigen, wo die Verbindung bereits hält, was sie verspricht – und wo noch spürbarer Verbesserungsbedarf besteht.
Besonders in einem Flächenlandkreis wie Osnabrück mit seinen ländlich geprägten Regionen und topografisch anspruchsvollen Gebieten wie dem Teutoburger Wald oder dem Wiehengebirge ergeben sich aus den lokalen Messdaten wichtige Erkenntnisse für den weiteren flächendeckenden Netzausbau.
Mitmachen ist einfach und direkt im Alltag integrierbar: Während der gesamten Mobilfunk-Messwoche können Interessierte ihr eigenes Smartphone nutzen, um ihr Netz zu checken. Dafür wird lediglich die kostenfreie App der Bundesnetzagentur „Mobilfunk-Check“ benötigt. Die dabei gesammelten und vollständig anonymisierten Daten fließen im Anschluss in das Gigabitgrundbuch ein. Sie zeigen fundiert auf, wie leistungsfähig das Mobilfunknetz von den Bürgerinnen und Bürgern tagtäglich erlebt wird.
Die Mobilfunk-Messwoche setzt damit ein zentrales Vorhaben der Bundesregierung um: Die Netzqualität soll künftig stärker nach dem realen Erleben der Gesellschaft bewertet werden. Genau dafür können die Menschen im Landkreis Osnabrück mit wenigen Klicks einen wichtigen Beitrag leisten.
Alle weiterführenden Informationen zur Mobilfunk-Messwoche, zum Download der App und zur Datenerfassung gibt es online unter: www.check-dein-netz.de
Azubis werben Azubis: Bei Strautmann Umwelttechnik konnten 550 Acht- bis Zehntklässler „Wirtschaftsluft schnuppern“
Glandorf. Maschinen raus, Messestände und Jugendliche rein: In den Hallen des Spezialisten für Entsorgungstechnik Strautmann Umwelttechnik GmbH in Glandorf war zunächst viel Arbeit nötig, um Platz für die Ausbildungsmesse Azubis werben Azubis zu schaffen. „Wir wussten, dass das Aufwand bedeutet. Aber wenn man bei diesem tollen Konzept zur Azubi-Akquise mitmachen will, ist man gern auch mal Gastgeber und nimmt den Aufwand in Kauf“, so Gesellschafter Christoph Strautmann. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Mehr als 550 Schülerinnen und Schülern nutzen die Gelegenheit, mit 56 regionalen Betrieben über Ausbildung, duales Studium und Karrierechance ins Gespräch zu kommen.
Die Berufsorientierungsmesse „Azubis werben Azubis“ (AwA) wird seit 2009 von der MaßArbeit und dem LEADER Regionalmanagement für den südlichen Landkreis organisiert. Unterstützt wird das Organisationsteam von Mitarbeitenden des ausrichtenden Unternehmens und der Gastgemeinde im südlichen Osnabrücker Landkreis. Drei Besonderheiten zeichnen die Messe AwA aus: das „Laufbuch“, mit dem sich die Jugendlichen schon im Unterricht auf die Veranstaltung vorbereiten, aktuelle Azubis als Gesprächspartner auf Augenhöhe und die Arbeitsproben: Typische Tätigkeiten, die die von den Unternehmen angebotenen Ausbildungsberufe kennzeichnen. Durch sie erhalten die Jugendlichen einen praktischen Einblick in den Alltag des jeweiligen Ausbildungsberufes. Auch die Betriebe profitieren von diesem Setting. Sie haben die Chance, Eignungen zu testen, Kontakt zu potenziellen Auszubildenden zu knüpfen und sich so ihre späteren Fachkräfte zu sichern.
Beim Rundgang über die Messe hatten Landrätin Anna Kebschull und die teilnehmenden Bürgermeister Torsten Dimek (Glandorf), Daniel Große-Albers (Bad Iburg) und Marc Schewski (Hilter) viel Freude daran, diese Arbeitsproben selbst zu testen. Die Aufgaben waren vielfältig: Karabinerhaken aus Kunststoffgranulat in Spritzgusstechnik pressen bei Faust Kunststoffe, ein Geographie-Quiz beim Logistiker Dachser lösen, Kebab-Gewürz mischen bei Fuchs oder beim Gastgeber Strautmann einen Handyhalter montieren. In vielen Unternehmen hatten sich die aktuellen Azubis die Arbeitsproben selbst überlegt. „Ich bin begeistert von der Kreativität und dem Engagement unserer Betriebe“, so die Bilanz des Glandorfer Bürgermeisters Dimek.
Landrätin Anna Kebschull zeigte sich überzeugt: „Ausprobieren ist der Schlüssel. Durch das Tun entdeckt man, was man kann. Schließlich wussten die wenigsten von uns in der Abschlussklasse, was sie mal werden wollten.“ Strautmann-Geschäftsführer Günter Komesker ergänzte: „Die Situation hat sich seit meiner Schulzeit komplett gedreht: Wir aus der Boomer-Generation mussten uns bei den Unternehmen bewerben. Heute bewerben wir uns als Unternehmen bei den Schülern.“
Und genau dabei unterstützt die Maßarbeit die Unternehmen - und auch die Schülerinnen und Schüler. Ausbildungslotsen der MaßArbeit besuchen die Abschlussklassen und bereiten mit Hilfe des Laufbuchs einen konstruktiven Messerundgang mit den Acht - bis Zehntklässlern vor. „Die Jugendlichen müssen sich über mindestens sechs Ausbildungsberufe aus mindestens zwei verschiedenen Branchen und auch über zwei Berufe, die sie noch nicht kennen, informieren. Und das im Laufbuch dokumentieren“, erklärte Ausbildungslotsin Marina Mindrup.
Für die beiden Gymnasiastinnen Marie-Lou Krause (16) und Jana Pivovarcik (16) ist das Laufbuch eine sinnvolle Hilfestellung, wie sie sagten: „Wir können hier zu vielen Unternehmen Kontakte knüpfen und das im Laufbuch festhalten“, so Krause. „Und mit der Visitenkarte aus dem Laufbuch unsere Kontaktdaten dem Unternehmen schon mal dalassen. Zum Beispiel für ein Praktikum, das wir uns im Jahrgang 11 dann selber organisieren müssen“, ergänzte Pivovarcik.
„In unserem Messe-Konzept zur Berufsorientierung legen wir großen Wert darauf, dass hier die aktuellen Azubis der Unternehmen mitwirken“, hob Susanne Steininger, Bereichsleiterin Übergangsmanagement der MaßArbeit hervor. „Sie ermöglichen als Gesprächspartner der Jugendlichen eine Peer-to-peer-Kommunikation.“ So wie etwa Max Schwindt (2. Lehrjahr) und Marlon Tkotz (3, Lehrjahr), die bei Strautmann Umwelttechnik ihre Ausbildung zum Feinwerkmechaniker der Fachrichtung Maschinenbau absolvieren. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Maschinen zur Volumenreduzierung und Entsorgung von Wertstoffen. „Es waren ganz viele Leute hier, die wir aus der Schule kannten. Und mit denen quatscht man dann sowieso und kann etwas über den Beruf erzählen“, so Schwindt.
„Genau diese Regionalität ist uns wichtig. Wir wollen die Jugendlichen in der Region halten. Sie sollen nicht nur ihren privaten, sondern auch ihren beruflichen Lebensmittelpunkt hier finden“, betonte Annika Witte von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit: „Darum ist es auch so wichtig, dass unsere Messe immer ein Unternehmen aus der Region als Gastgeber hat.“ So sähen die Schülerinnen und Schüler auch mal einen Betrieb von innen. Susanne Steininger ergänzte: „Und können hier mal Wirtschaftsluft schnuppern.“
Bildunterschrift:
Torsten Dimek (Bürgermeister Gemeinde Glandorf), Landrätin Anna Kebschull, Christoph Strautmann (Gesellschafter Strautmann Umwelttechnik), Marc Schewski (Bürgermeister Gemeinde Hilter), Günter Komesker (Geschäftsführer Strautmann Umwelttechnik), Daniel Große-Albers (Bürgermeister Stadt Bad Iburg) und Susanne Steininger (Bereichsleiterin, Übergangsmanagement Schule-Beruf MaßArbeit)
Foto: Miriam Loeskow-Bücker / MaßArbeit
Osnabrück / Hannover. Die dramatische Finanzlage der Kommunen verschärft sich. Darauf wurde mit einem Aktionstag am 27. Mai 2026 in Hannover aufmerksam gemacht. Mehr als 300 Kommunalvertreter – darunter Landrätin Anna Kebschull – haben auf dem Platz am Niedersächsischen Landtag ein deutliches Zeichen für handlungsfähige Kommunen gesetzt. Dabei haben sie die Resolution „Rettet die Kommunen!“ an Ministerpräsident Olaf Lies übergeben.
Die kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens warnen vor der schwersten kommunalen Finanzkrise seit Bestehen der Bundesrepublik. Bundesweit belief sich das kommunale Defizit im Jahr 2025 auf historische minus 32 Milliarden Euro, in Niedersachsen auf minus 3,6 Milliarden Euro.
Kebschull betonte: „Diese Lage hat sich über viele Jahrzehnte aufgebaut, indem von Bund und Ländern übermäßig ‚Geschenke‘ beschlossen wurden, ohne für auskömmliche Finanzierung zu sorgen. Jetzt droht die kommunale Lage in die Handlungsunfähigkeit zu kippen.“ Dies sei bedrohlich für unsere Demokratie, führte Kebschull weiter aus. Denn: „Bei uns vor Ort merken die Menschen, ob Demokratie funktioniert oder nicht.“ Die Landesregierung steuere bereits gegen, dies reiche aber noch nicht, angesichts der lang angestauten Problemlage.
In ihrer Resolution fordern die kommunalen Spitzenverbände das Land Niedersachsen auf, die Mittel im kommunalen Finanzausgleich im Rahmen des Doppelhaushalts 2027/2028 deutlich zu erhöhen, mindestens um eine Milliarde Euro. Zudem müsse das Konnexitätsprinzip konsequent angewendet werden. Gesetze des Bundes dürften nur noch dann Zustimmung im Bundesrat erhalten, wenn deren Finanzierung vollständig gesichert sei. Darüber hinaus müsse sich das Land beim Bund für eine grundlegende Strukturreform der Sozialleistungen einsetzen, um eine auskömmliche Finanzierung der Kommunen sicherzustellen.
Die kommunalen Spitzenverbände erklärten, dass sich die Finanzkrise der Städte, Gemeinden und Landkreise nicht allein durch Investitionsprogramme oder die Hoffnung auf ein Wiederanziehen der Wirtschaft lösen lasse. Angesichts der systembedingten Unterfinanzierung der Kommunen handele es sich nicht um ein konjunkturelles, sondern um ein strukturelles Problem. Ohne grundlegende politische Lösungen seien zunehmend die kommunale Selbstverwaltung und die Fähigkeit der Kommunen gefährdet, zentrale Aufgaben der Daseinsvorsorge verlässlich wahrzunehmen.
Mit ihrer Resolution appellieren die kommunalen Spitzenverbände an Landtag und Landesregierung, die finanzielle Situation der Kommunen im Sinne der Menschen mit höchster Priorität zu behandeln und zeitnah wirksame Maßnahmen einzuleiten.
Bidunterschrift: Die kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens warnen vor der schwersten kommunalen Finanzkrise seit Bestehen der Bundesrepublik. Bildnachweis: NLT
News-Meldung:
Projektidee? Jetzt LEADER-Fördermöglichkeiten prüfen!
Stichtag am 1. September – Budget von 95.000 Euro
Viele Projekte, die Vereine oder ehrenamtliche Organisationen auf den Weg bringen, machen das Leben auf dem Dorf attraktiver – und haben daher eine Chance auf eine Förderung durch das EU-Programm LEADER. Zum nächsten Stichtag am 1. September steht ein Budget von 95.000 Euro für Projekte aus dem Südlichen Osnabrücker Land zur Verfügung. Potenzielle Projektträger können sich jetzt kostenlos beraten lassen, ob ihr Vorhaben für eine Förderung in Frage kommt.
Seit Beginn der Förderperiode 2023 konnten im Südlichen Osnabrücker Land bereits zahlreiche Projekte mithilfe von LEADER-Mitteln umgesetzt werden. Die Bandbreite ist groß: So schufen Projektträger unter anderem neue Sportangebote wie den Soccercourt in Borgloh oder die Boulebahn in Bad Iburg. Dazu kommen touristische Projekte wie der „Pfad der Sinne“ in Bad Iburg-Sentrup oder ein Naturerlebnisort am Biotop Laudiek in Glandorf. Nicht zuletzt profitierten viele Vereinsstätten direkt. So konnte der Billard Club Dissen sein Vereinsheim sanieren, während der Bühnenersatzverkehr Theaterlinie 49 e.V. Unterstützung für die Innenausstattung seiner Theaterwerkstatt erhielt.
Der Fantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt: „Wichtig ist nur, dass die Projekte mit den Entwicklungszielen übereinstimmen, die sich die LEADER-Region Südliches Osnabrücker Land gesetzt hat“, erklärt Nicole Borth, die seit dem 1. Mai bei der pro-t-in GmbH in Lingen beschäftigt ist und für das Regionalmanagement im Südlichen Osnabrücker Land zuständig ist. „Wer eine Projektidee hat, kann sich gerne an mich wenden. Dann schauen wir gemeinsam, ob das Vorhaben für eine LEADER-Förderung in Frage kommt. Die Beratung ist komplett kostenfrei und unverbindlich.“
Nicole Borth hilft auch bei der Erstellung einer Projektskizze, die Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln ist. Welches Projekt eine Förderung erhält, entscheidet die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der LEADER-Region auf ihrer nächsten Sitzung am 29. September.
Weitere Informationen unter www.leader-sol.de.
Was ist LEADER?
Mit dem Förderinstrument LEADER unterstützt die Europäische Union die Stärkung und Weiterentwicklung des ländlichen Raums. Die LEADER-Region Südliches Osnabrücker Land (SOL) besteht aus den Kommunen Bad Iburg, Bad Laer, Bad Rothenfelde, Dissen aTW, Glandorf und Hilter a.T.W., die bereits seit vielen Jahren in der ländlichen Entwicklung kooperieren. Das Besondere an dem LEADER-Programm: Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Dabei unterstützt sie das Regionalmanagement, mit dem die pro-t-in GmbH beauftragt ist. Es berät potenzielle Antragstellende kostenfrei und unverbindlich. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Südliches Osnabrücker Land prüft entsprechende Anträge auf ihre Förderfähigkeit und legt Antragsstichtage und Fördersummen fest.
Seit Beginn der Förderperiode 2023 hat LEADER in Glandorf einiges bewegt. So konnten die Naturfreunde Glandorf am Biotop Laudiek mit zahlreichen Maßnahmen wie Nistmöglichkeiten und Totholzhaufen die Biodiversität verbessern. LEADER unterstützte zudem die Jubiläumsausstellung zu „950 Jahre Glandorf“.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Leader-Region Südliches Osnabrücker Land.
LEADER-Region Südliches Osnabrücker Land
Regionalmanagerin: Nicole Borth Berater: Michael Ripperda
Mail: info@leader-sol.de |borth@pro-t-in.de Mail: ripperda@pro-t-in.de
Tel.: 0591 96 49 43-24 Tel.: 0591 96 49 43-14
www.leader-sol.de
pro-t-in GmbH
Schwedenschanze 50 - 49809 Lingen
Raddeweg 8 - 49757 Werlte
Landkreis Osnabrück. Am 26. Mai 2026 ist der „Tag der Biotonne“ – ein bundesweiter Aktionstag, der mehr Aufmerksamkeit für richtige Mülltrennung und sauberen Bioabfall wecken soll. Im Zuge dessen möchte die AWIGO Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück GmbH auch die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Osnabrück für dieses Thema sensibilisieren.
Aus gutem Bioabfall werden Strom und Komposterde
Denn die Verunreinigung des Bioabfalls mit Plastik und anderem Restmüll gefährdet die Herstellung von hochwertigem Biokompost und ist ein Problem für unsere Umwelt.
Seit Mai 2025 gelten zudem bundesweit verschärfte gesetzliche Anforderungen an die Reinheit von Bioabfällen. Die neue Bioabfallverordnung setzt strengere Grenzwerte für Fremdstoffe wie Plastik, Glas oder Metall fest – eine Entwicklung, die sowohl kommunale Entsorger als auch Privathaushalte direkt betrifft.
Obwohl die große Mehrheit der Haushalte im Landkreis Osnabrück ihren Bioabfall bereits sehr gut trennt und darauf achtet, was in die Biotonne darf und was nicht, landen nach wie vor zu viele Plastiktüten und andere nicht kompostierbare Materialien in den braunen Mülltonnen.
„Nur aus sauberen Bioabfällen, das heißt ohne Störstoffe, kann saubere Komposterde für die Landwirtschaft werden. Zudem gewinnt die AWIGO BIOMASSE, unser Kompostwerk in Bohmte-Hunteburg, Biogas durch die Vergärung, aus dem wiederum Strom erzeugt wird“, so Christoph van Kampen, Pressesprecher der AWIGO.
Tonnenkontrollen im Landkreis
Auch deshalb sind seit Sommer 2021 regelmäßig AWIGO-Teams zur Sichtkontrolle der Biotonnen im Osnabrücker Land unterwegs.
Pro Tour kontrollieren sie rund 700 braune Mülltonnen und verteilen nach Bedarf gelbe oder rote Tonnen-Anhänger: Der gelbe Anhänger kommt bei leichten Verunreinigungen zum Einsatz und weist auf Störstoffe im Behälter hin. Eine Leerung der Mülltonne findet trotzdem statt. Der
rote Tonnenanhänger hingegen zeigt stark verschmutzten Bioabfall an, die Müllabfuhr leert in diesem Fall nicht.
Weitere Hintergrundinfos:
Das Problem Plastik und „kompostierbare“ Plastiktüten im Detail
Innerhalb des Produktionsprozesses von Vergärungs- und Kompostierungsanlagen werden auch vermeintlich „kompostierbare Beutel“ nicht sicher vollständig biologisch abgebaut. Die Zersetzungszeit dieser Tüten liegt deutlich über den Produktionszeiten in den Kompostierungsanlagen. Somit sind diese Beutel – ebenso wie herkömmliche Plastikbeutel – Fremdstoffe, die entfernt werden müssen. Die Entsorgungsunternehmen wollen störstofffreien Bioabfall und funktionierende Anlagen für mehr Bioenergie und saubere Komposterde.
Bioabfallsammlung im Haushalt: So geht’s richtig.
Bioabfälle sollten im besten Fall lose in einem dafür vorgesehenen Behälter gesammelt und direkt – ohne Plastiktüte bzw. „kompostierbare“ Plastiktüte – in die Biotonne entleert werden. Wer seinen Bioabfall dennoch in einer Plastiktüte sammeln möchte, kann den Inhalt in der Biotonne entleeren und die Plastiktüte im Anschluss in den Restmüll geben. In den meisten Fällen steht die Restmülltonne direkt neben der Biotonne. Deutlich einfacher ist es, Zeitungspapier oder Papiertüten zu verwenden.
Informationen darüber, was in die Biotonne gehört, findet man auf www.awigo.de/biotonne.
Weitere Fragen zur richtigen Entsorgung im Landkreis Osnabrück beantwortet zudem der Chatbot AWI auf www.awigo.de.
Bildunterschrift: Zum Tag der Biotonne informiert die AWIGO über die richtige Mülltrennung im Landkreis Osnabrück/Foto: AWIGO
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